Wieso erfüllt es mich, Menschen zu coachen, zu trainieren, zu unterrichten

Lernen dürfen, mir Wissen aneignen zu können hat mir das Leben geretten. Bücher haben mir Hoffnung geschenkt auf Schönes, auf eine Welt draußen, auf Neuanfang, auf Glück, sie haben Licht in die Dunkelheit meiner Kindheit und Jugend gebracht, in Einsamkeit, Alleinsein, in Misshandlung und Missbrauch. Dann kamen Fremdsprachen Englisch, Latein, Französich, Spanisch, Japanisch später Arabisch, Persisch dazu - sie öffneten mir Türen in andere Welten und Kulturen - und sie erlaubten mir zum ersten Mal mich in der Schule/im Studium zu zeigen, weil ich mein Wissen auch anderen vermitteln konnte, schwächeren Schülern damit helfen durfte, sie vor Hoffnungslosigkeit, Ärger und Problemen bewahren konnte, die ich selbst nur zu gut kannte. "Lehrerin, dazu bist du viel zu perfektionistisch!" so meine Lehrer.

Nun "klassisch" Lehrerin bin ich nicht geworden, aber der Wunsch Wissen zu erwerben und es weitergeben zu können, um damit anderen Menschen auf die ein oder ander Weise zu helfen, Hoffnung und Perspektiven zu schenken, Auswege zu finden ist geblieben und hat mich bisher lebenslang begleitet. Im Studium als Nachhilfelehrerin, dann seit der Endphase meiner Promotion 2008 als Dozentin an diversen Universitäten und auch als Referentin, ab 2009/10 dann als Trainerin im Fitnessbereich und jetzt mit der erfolgreichen Ausbildung zum NeuroCoach auch als Coach.

Dieser Wunsch ist mein "Wieso", mein Antrieb, der mir immer wieder auch auf die Füsse geholfen hat, mich motiviert hat in Krisen wieder aufzustehen, an mir zu arbeiten, nach vorne zu schauen.

Was mir besonders wichtig ist dabei: wann immer ich das Geschenk erhalte, Wissen weitergeben zu dürfen, möchte ich es auf Augenhöhe tun, angepasst an meine Zielgruppe, an meine Klient*innen, an die Bedürfnisse derjenigen Person oder Gruppe, die da gerade vor mir ist, sitzt, steht. Ich möchte mein Publikum/meine Klient*innen, da abholen, wo es/sie gerade in dem Moment, wo wir uns begegnen steht, mit dem was es mitbringt. Und dafür ist es mir wichtig mich selbst regelmäßig weiterzubilden, zu lernen und an mir zu arbeiten denn: Ich möchte, dass große Geschenk, dass ich als Kind erfahren durfte, Hoffnung durch Wissen, durch Licht im Dunkeln anderen weitergeben, so wie sie es gerade brauchen.